Meine Liebe zum Schmuck begann früh
" Es ist nicht so schlimm, dass die Kette kaputt ist. Wenn ich groß bin kann ich das reparieren! Und dann mache ich mir einen Anhänger dazu."
Das sagte ich als Entschuldigung zu meiner Tante. Ich war damals 6 Jahre alt und hatte ausversehen ihr Geschenk, eine Kette, zerrissen.
Bei einem Schulpraktikum beim Goldschmied war ich Feuer und Flamme. Zum Abschluss der Praktikumswoche durfte ich stolz mit ein Paar Ohrringen, einem Ring und einer Kette nach Hause gehen, aber auch mit den Worten des Goldschmiedemeisters im Ohr:
"Der Beruf des Goldschmiedes ist ein ganz besonderer Beruf. Du darfst mit schönen Steinen und edlen Materialien arbeiten. Du kannst neuen Glanz in alte Stücke bringen und wunderbares Neues erschaffen. Aber mein Kind, es ist ein steiniger Weg und der Goldschmied lebt meist schlecht als recht von seinem Beruf. Behalte dir das Hobby "Schmuck" und lerne etwas mit mehr Absicherung."
Was soll ich sagen, 35 Jahre später sitze ich hier und denke noch immer gerne an die Zeit zurück. Dem Ratschlag von damals bin ich ganz offensichtlich nicht gefolgt. Im Gegenteil, Ich habe nach meiner Ausbildung zur staatlich geprüften Designerin eine Anschlusslehre als Goldschmiedin gemacht.
2007 kam mein Meister im Gold- und Silberschmiedehandwerk zusammen mit dem staatlich geprüften Gestalter am Berufsschulzentrum im Schwäbisch Gmünd hinzu.
Im Anschluss arbeitete ich bei verschiedenen Juwelieren. Ich war dort sowohl in der Werkstatt als auch im Verkauf tätig. Auch ein Vorgeschmack in die Selbständigkeit bekam ich bei meiner Tätigkeit als stellvertretende Werkstatt-Leitung.
2012 übernahm ich dann das Familienunternehmen "Mannhardt" aus Schwäbisch Gmünd. Mit vielen Höhen, Tiefen, Leidenschaft und Angement betrieb ich das Juweliergeschäft. Ich lernte das "selbst und ständig" kennen mit allen Vor- und Nachteilen. Und immer hatte ich die Worte des Goldschmiedemeisters meines Schulpraktikums im Ohr.
Es fiehl mir nicht leicht, doch am Ende kam ich zu dem Entschluss: Der Einzelhandel kämpft mit leeren Innenstädten, Mitarbeitermangel, hohen Fixkosten und der wachsenden Gesellschaft der Onlineeinkäufe. Während auch ich dies zu spüren bekam, stieg die Auftragslage in der Werkstatt an. Die Zeiten ändern sich und ich verändere mich mit! Damit stand fest, der Juwelier Beyer Mannhardt bzw. die Anne Beyer GmbH schließt mit Heilig Abend 2025 seine Tore.
Ich liebe meinen Beruf und daher ist klar, die Werkstatt möchte ich weiter machen. Viele Kunden sind froh das zu hören und somit gründe ich neu. Die Anne Beyer SchmuckWerkstatt wird im neuen Jahr zum Leben erwachen. Wieder zurück zu meinen Wurzeln - In die Werkstatt.
Im Februar 2026 eröffne ich meine Werkstatt in Wustenriet und auch vorerst eine Annahmestelle in den Räumlichkeiten des Juwelier Beyer Mannhardt.
Werden Sie und Ihr Lieblingsstück ein Teil der Geschichte der SchmuckWerkstatt. Ich freue mich!
Ihre Anne Beyer
